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Wildschweine- Nachbarn in Berlin
(Please find the english version below)
Im Stadtgebiet um die deutsche Hauptstadt Berlin leben rund 10.000 Wildschweine (Sus scrofa scrofa), Tendenz steigend. So wie in Afrika ein „Human Wildlife Conflict“ zwischen Menschen und Elefant existiert, so gibt es in der Spree Metropole einen Konflikt zwischen Mensch und Wildschwein. Vor allem Kleingärtner sprechen gerne von einer Plage, wenn eine Rotte der ständig hungrigen Schweine wieder mal das Gemüsebeet umgegraben hat. Manche Kleingärten sehen aus, als wäre ein Traktor durchgefahren.
Manche Wildschweine sind weniger behaart und weisen eine andere Hautfärbung auf als ihre Artgenossen. Diese Tiere haben sich mit Hausschweinen gekreuzt.
Wildschweine sind Überlebenskünstler und sehr anpassungsfähig und intelligent. Sie sind in der Lage sich schnell auf veränderte Bedingungen einzustellen. Viele Rotten wurden in den Berliner Wäldern bereits bejagt, wohingegen sie sich im Stadtgebiet in Sicherheit wissen. Ihre Standorttreue führt dann dazu, dass Frischlinge die im Stadtgebiet geboren werden kaum mehr in den Wald zurückkehren.
Darüber hinaus sind sie tag- und nachtaktiv und passen ihre Ruhezeiten den Gegebenheiten an. Auf ihren Wanderungen legen sie bis zu 20 km zurück.

Wildsau mit Frischlingen
Hin und wieder kommen einige Rotten sogar in die Innenstadt und in dann muss die Polizei tätig werden, weil die Tiere eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen. So genannte „Stadtschweine“ bleiben sogar ganzjährig im Siedlungsgebiet.
Viele „Tierfreunde“ verschärfen den „Human Wildlife Conflict“ noch indem sie die Tiere regelmäßig füttern. Dadurch verlieren sie die Scheu vor dem Menschen und sehen ihn als Futterquelle an. Das führt wiederum dazu, dass die Tiere immer wieder in die Wohngebiete kommen. Viele Rotten sind so stark an den Menschen gewöhnt, dass man die Tiere ohne weiteres anfassen könnte (bitte NICHT machen!). Wenn sich die Wildschweine in der Stadt bewegen, so nutzen sie die zahlreichen Parks, Grünflächen, Gärten, Brachen und Friedhöfe als Wanderwege. Insbesondere im Sommer finden sie in der Stadt wesentlich einfacher Nahrung als im Wald. Da sie Schweine sehr kräftig gebaut sind, könne sie sich fast überall zutritt verschaffen. Mit ihrem Rüssel drücken sie Zäune hoch, werfen Abfalleimer um oder öffnen Müllsäcke. Sie sind sogar in der Lage, über Zäune zu springen, die bis zu 1,20m hoch sind.
Auch die Ernährung zeichnet die Anpassungsfähigkeit der Wildschweine aus. Sie fressen alles was auch nur annähernd essbar ist; über Gemüse, Getreide, Obst und Blumenzwiebeln bis hin zu Reptilien, Fisch und Kleinnagern. In Menschennähe werden sie vom Geruch von Essensresten aller Art und Gartenabfällen magisch angezogen. An solche Nahrungsquellen können sich Wildschweine ein Leben lang erinnern und werden dort hin nach Möglichkeit immer wieder zurückkehren.
Trifft ein Mensch auf eine Bache mit Frischlingen, kann es zu einem Angriff kommen und manchmal kann sogar eine ganze Rotte zum Angriff übergehen. Niemals sollte man ein Wildschwein in die Enge treiben. Hektische Bewegungen und rennen sollte man ebenfalls vermeiden. Man sollte weiten Abstand halten und sich langsam zurückziehen.
Laut Angabe der Stadtentwicklung gäbe es keine echte Alternative zum Abschuss der Tiere. Das Einfangen von Wildschweinen und zurückbringen in den nahe gelegenen Wald wäre nutzlos, da sie in kürzester Zeit wieder zurückkommen würden.
So werden die Wildschweine, die durch ihre rasante Vermehrung (bis zu 12 Frischlinge in einem Wurf) für immer mehr Nachkommen sorgen, zu hunderten geschossen. Viele Wildschweine fallen auch dem Autoverkehr zum Opfer.
Gerne möchten wir hier bei save my nature eine Diskussion zum diesem Thema anregen. Was glaubt Ihr, wie man mit der wachsenden Wildschweinpopulation umgehen sollte? Wir freuen uns über Eure Beiträge!
Artikel: Maik Schaffer
Übersetzung: save my nature
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Wild boars – neighbors in Berlin
More than 10.000 wild boars (Sus scrofa scrofa) life in the city area of the German capital Berlin, tendency rising. Just like there is a “Human Wildlife Conflict” in Afrika between Humans and Elephants, there is a conflict between Humans and wild boars in the spree metropolis. Especially garden plot holders speak of a plague, when a rout of always hungry boars digs up a vegetable patch. Some garden plots look like a tractor went through them.
Some wild boars have less fur then others of their kind and show a different skin colour. These animals are hybrids with domestic pigs.
Boars are survival artists and very adaptable and intelligent. They are able to quickly adjust to changing conditions. Many routs are hunted in Berlin forests, whereas they know they are safe in the city area. As boars are loyal to their place, young boars born in the city area seldom return to the woods.
Furthermore they are day- and night active and adjust their resting periods to the circumstances. On their journeys, they travel distances of up to 20 kilometres.
Every now and then, some routs are seen in the city centre, requiring police activity, because the animals pose a danger to traffic. So called “city boars” even stay within the populated areas all year.
Many “animal friends” even aggravate the “Human Wildlife Conflict” by feeding the animals regularly. Because of that, the animals lose their reservations against humans and see them as a food source. This furthermore leads to the animals repeatedly coming to living areas. Many routs are so accustomed to humans, that one can touch them (Please do not!). When the wild boars move inside the city, they use the numerous parks, green areas, gardens, fallows and graveyards as paths. Especially during summer, it is far easier for them to find food in the city then it would be in the woods. As the boars are heavily built, they are able to access almost everything. With their trunks they push up fences, throw over trash bins or open garbage bags. They are even able to jump over fences of a height of up to 1,20m.
Their diet, too, shows the adaptability of wild boars. They eat everything that is even closely edible; Vegetables, grain, fruits, bulbs, reptiles, fish and small rodents. In human proximity they are magically drawn by the smell of food remains and garden waste. Wild boars can remember such a food source for a lifetime and will return to it if it is possible.
If a human encounters a wild sow with young boars, an attack may occur, sometimes even whole routs attack. Never should a wild boar be cornered. Sudden movements or running away should be avoided as well. Most recommended is to hold a great distance and to retreat slowly.
According to urban development officials, there would be no real alternative to shooting the animals. The capturing an returning of wild boars to the near forest would be useless, as they would return within short time.
Therefore, the wild boars which reproduce very quickly (up to 12 young boars per litter) are shot by the hundreds. Many wild boars become victims of car traffic as well.
We at save my nature would like to start a discussion concerning this topic.
How should the growing wild boar population be handled? We are looking forward to your posts.
Article: Maik Schaffer
Translation: save my nature
(Please find the english version below)
Im Stadtgebiet um die deutsche Hauptstadt Berlin leben rund 10.000 Wildschweine (Sus scrofa scrofa), Tendenz steigend. So wie in Afrika ein „Human Wildlife Conflict“ zwischen Menschen und Elefant existiert, so gibt es in der Spree Metropole einen Konflikt zwischen Mensch und Wildschwein. Vor allem Kleingärtner sprechen gerne von einer Plage, wenn eine Rotte der ständig hungrigen Schweine wieder mal das Gemüsebeet umgegraben hat. Manche Kleingärten sehen aus, als wäre ein Traktor durchgefahren.
Manche Wildschweine sind weniger behaart und weisen eine andere Hautfärbung auf als ihre Artgenossen. Diese Tiere haben sich mit Hausschweinen gekreuzt.
Wildschweine sind Überlebenskünstler und sehr anpassungsfähig und intelligent. Sie sind in der Lage sich schnell auf veränderte Bedingungen einzustellen. Viele Rotten wurden in den Berliner Wäldern bereits bejagt, wohingegen sie sich im Stadtgebiet in Sicherheit wissen. Ihre Standorttreue führt dann dazu, dass Frischlinge die im Stadtgebiet geboren werden kaum mehr in den Wald zurückkehren.
Darüber hinaus sind sie tag- und nachtaktiv und passen ihre Ruhezeiten den Gegebenheiten an. Auf ihren Wanderungen legen sie bis zu 20 km zurück.

Wildsau mit Frischlingen
Hin und wieder kommen einige Rotten sogar in die Innenstadt und in dann muss die Polizei tätig werden, weil die Tiere eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen. So genannte „Stadtschweine“ bleiben sogar ganzjährig im Siedlungsgebiet.
Viele „Tierfreunde“ verschärfen den „Human Wildlife Conflict“ noch indem sie die Tiere regelmäßig füttern. Dadurch verlieren sie die Scheu vor dem Menschen und sehen ihn als Futterquelle an. Das führt wiederum dazu, dass die Tiere immer wieder in die Wohngebiete kommen. Viele Rotten sind so stark an den Menschen gewöhnt, dass man die Tiere ohne weiteres anfassen könnte (bitte NICHT machen!). Wenn sich die Wildschweine in der Stadt bewegen, so nutzen sie die zahlreichen Parks, Grünflächen, Gärten, Brachen und Friedhöfe als Wanderwege. Insbesondere im Sommer finden sie in der Stadt wesentlich einfacher Nahrung als im Wald. Da sie Schweine sehr kräftig gebaut sind, könne sie sich fast überall zutritt verschaffen. Mit ihrem Rüssel drücken sie Zäune hoch, werfen Abfalleimer um oder öffnen Müllsäcke. Sie sind sogar in der Lage, über Zäune zu springen, die bis zu 1,20m hoch sind.
Auch die Ernährung zeichnet die Anpassungsfähigkeit der Wildschweine aus. Sie fressen alles was auch nur annähernd essbar ist; über Gemüse, Getreide, Obst und Blumenzwiebeln bis hin zu Reptilien, Fisch und Kleinnagern. In Menschennähe werden sie vom Geruch von Essensresten aller Art und Gartenabfällen magisch angezogen. An solche Nahrungsquellen können sich Wildschweine ein Leben lang erinnern und werden dort hin nach Möglichkeit immer wieder zurückkehren.
Trifft ein Mensch auf eine Bache mit Frischlingen, kann es zu einem Angriff kommen und manchmal kann sogar eine ganze Rotte zum Angriff übergehen. Niemals sollte man ein Wildschwein in die Enge treiben. Hektische Bewegungen und rennen sollte man ebenfalls vermeiden. Man sollte weiten Abstand halten und sich langsam zurückziehen.
Laut Angabe der Stadtentwicklung gäbe es keine echte Alternative zum Abschuss der Tiere. Das Einfangen von Wildschweinen und zurückbringen in den nahe gelegenen Wald wäre nutzlos, da sie in kürzester Zeit wieder zurückkommen würden.
So werden die Wildschweine, die durch ihre rasante Vermehrung (bis zu 12 Frischlinge in einem Wurf) für immer mehr Nachkommen sorgen, zu hunderten geschossen. Viele Wildschweine fallen auch dem Autoverkehr zum Opfer.
Gerne möchten wir hier bei save my nature eine Diskussion zum diesem Thema anregen. Was glaubt Ihr, wie man mit der wachsenden Wildschweinpopulation umgehen sollte? Wir freuen uns über Eure Beiträge!
Artikel: Maik Schaffer
Übersetzung: save my nature
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Wild boars – neighbors in Berlin
More than 10.000 wild boars (Sus scrofa scrofa) life in the city area of the German capital Berlin, tendency rising. Just like there is a “Human Wildlife Conflict” in Afrika between Humans and Elephants, there is a conflict between Humans and wild boars in the spree metropolis. Especially garden plot holders speak of a plague, when a rout of always hungry boars digs up a vegetable patch. Some garden plots look like a tractor went through them.
Some wild boars have less fur then others of their kind and show a different skin colour. These animals are hybrids with domestic pigs.
Boars are survival artists and very adaptable and intelligent. They are able to quickly adjust to changing conditions. Many routs are hunted in Berlin forests, whereas they know they are safe in the city area. As boars are loyal to their place, young boars born in the city area seldom return to the woods.
Furthermore they are day- and night active and adjust their resting periods to the circumstances. On their journeys, they travel distances of up to 20 kilometres.
Every now and then, some routs are seen in the city centre, requiring police activity, because the animals pose a danger to traffic. So called “city boars” even stay within the populated areas all year.
Many “animal friends” even aggravate the “Human Wildlife Conflict” by feeding the animals regularly. Because of that, the animals lose their reservations against humans and see them as a food source. This furthermore leads to the animals repeatedly coming to living areas. Many routs are so accustomed to humans, that one can touch them (Please do not!). When the wild boars move inside the city, they use the numerous parks, green areas, gardens, fallows and graveyards as paths. Especially during summer, it is far easier for them to find food in the city then it would be in the woods. As the boars are heavily built, they are able to access almost everything. With their trunks they push up fences, throw over trash bins or open garbage bags. They are even able to jump over fences of a height of up to 1,20m.
Their diet, too, shows the adaptability of wild boars. They eat everything that is even closely edible; Vegetables, grain, fruits, bulbs, reptiles, fish and small rodents. In human proximity they are magically drawn by the smell of food remains and garden waste. Wild boars can remember such a food source for a lifetime and will return to it if it is possible.
If a human encounters a wild sow with young boars, an attack may occur, sometimes even whole routs attack. Never should a wild boar be cornered. Sudden movements or running away should be avoided as well. Most recommended is to hold a great distance and to retreat slowly.
According to urban development officials, there would be no real alternative to shooting the animals. The capturing an returning of wild boars to the near forest would be useless, as they would return within short time.
Therefore, the wild boars which reproduce very quickly (up to 12 young boars per litter) are shot by the hundreds. Many wild boars become victims of car traffic as well.
We at save my nature would like to start a discussion concerning this topic.
How should the growing wild boar population be handled? We are looking forward to your posts.
Article: Maik Schaffer
Translation: save my nature
secret































Passt zum Thema.
Wir hatten damals an der Uni eine Fuchs-Familie, die bediente sich im Sommer immer direkt am Grill :)