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Absorption

(lat.: absorptio bzw. absorbere = ab-, (auf-)saugen) ist die Aufnahme von Gasen oder Dämpfen. In der Umwelttechnik meist Aufnahme gas- oder dampfförmiger Luftverunreinigungen aus Abgasen in einem flüssigen Medium. Die Waschflüssigkeit wird dabei als Absorbens bezeichnet, die zu absorbierende Substanz als Absorptiv, die beladene Waschflüssigkeit als Absorbat.


ADI (accepted daily intake)

Die ADI ( = accepted daily intake) beschreibt die maximal mögliche Einnahme eines potenziell giftigen Stoffes, die unter dem Aspekt der Giftigkeit noch als sicher gilt.


Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel

Die wichtigsten Hersteller und Vermarkter von Biodiesel haben sich zur Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. (AGQM) zusammengeschlossen. Deren Mitglieder, die ca. 95 Prozent des Biodieselbedarfs in Deutschland und Österreich decken, sichern durch strenge Anforderungen eines einheitlichen kontrollierten Qualitätsmanagement-Systems (QM) eine hohe und dauerhaft gleich bleibende Kraftstoffqualität. Dieses Qm-System für Biodiesel umfasst sowohl Rohstoffauswahl und Produktionsprozesse als auch Lagerung, Verladung sowie Transport.


Atmosphäre

Die Atmosphäre ist die gasförmige Hülle unsere Erde. Sie besteht zum größten Teil aus Stickstoff sowie aus Sauerstoff und Argon. Der Wasserdampf in der Atmosphäre ist Hauptursache des natürlichen Treibhauseffektes. Einen weitaus geringeren Teil machen die sogenannten Treibhausgase, wie Kohlendioxid (CO2) oder Methan, aus. Sie absorbieren Wärmestrahlung und tragen so zur Erwärmung der Erdoberfläche bei. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt läge die Erddurchschnittstemperatur bei -18°C und nicht bei den vorindustriellen +15°C. Es wäre kein höheres Leben auf der Erde möglich.
Der Mensch greift jedoch in das natürliche Gleichgewicht der Atmosphäre ein. Durch die Verbrennung von Erdöl, Erdgas und Kohle und die Abholzung des Regenwaldes gelangen mehr und mehr Treibhausgase, zumeist CO2 in die Atmosphäre. Dies führt dazu, dass die Temperatur der Erdoberfläche steigt und zwar seit Beginn der Industrialisierung um 0,8°C. Da die Atmosphäre träge reagiert sind weitere 0,6 bis 0,9°C bereits durch die verzögerte Wirkung des Klimasystems auf bereits ausgestoßene Treibhausgase unausweichlich.
(vgl. IPCC 2007c; auch Schellnhuber/Jäger 2006; auch Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) 2007)


BAT-Wert

„Biologischer Arbeitsplatztoleranzwert (BAT) ist die Konzentration eines Stoffes oder seines Umwandlungsproduktes im Körper oder die dadurch verursachte Abweichung eines biologischen Indikators von seiner Norm, bei der im allgemeinen die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht beeintraechtigt wird” (§3 Abs.6 GefStoffV). BAT-Werte werden ueblicherweise in ml/m3 oder mg/m3 angegeben. Sie sind in TRGS 903 “Biologische Arbeitsplatztoleranzwerte” zusammengefasst.


Biodiversität

Biodiversität (Biologische Vielfalt), Vielfalt der Lebensformen: Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen, die Gene, die sie enthalten, und die Ökosysteme, die sie bilden. Wird auf drei Ebenen betrachtet: genetische Vielfalt, Artenvielfalt und Vielfalt der Ökosysteme.


Bioenergie

Bioenergie ist die Energie, die aus Biomasse gewonnen werden kann. Man kann z.B. Stroh und Holzreste zu Briketts pressen oder Gas aus Stallmist gewinnen. In Brasilien wird als Ersatz für das teure Erdöl Kraftstoff aus Zuckerrohr gewonnen. Durch Bioenergie könnte ein großer Teil unseres Energiebedarfs gedeckt werden. Die Ausnutzung der Bioenergie könnte vor allem in Entwicklungsländern (Dritte Welt) zur Deckung des Energiebedarfs beitragen.


Blauer Engel

Der blaue Engel ist die weltweit erste und älteste Kennzeichnung für umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. 1978 wurde das Gütesiegel auf Initiative des Bundesinnenministers eingerichtet. Es wird freiwillig vergeben und kennzeichnet die bestmöglichen ökologischen Eigenschaften eines Produktes bzw. einer Dienstleistung.
Das Siegel steht dabei für eine ganzheitliche Betrachtung der Umwelteigenschaften: Sie reicht von der Herstellung über den Gebrauch bis hin zur Entsorgung. Der Blaue Engel bietet damit Transparenz für Verbraucher und ist zugleich marktpolitisches Instrument für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Dahinter stehen vier Institutionen:
Inhaber des Umweltzeichens ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Das Umweltbundesamt erarbeitet als neutrale, unabhängige Fachbehörde Vorschläge für neue Produkte bzw. Produktgruppen und entwickelt Kriterien für die Vergabegrundlagen. Die „Jury Umweltzeichen“ berät und beschließt auf Basis dieser Vorschläge die Vergabegrundlagen. Ihre Arbeit ist ehrenamtlich, weisungsfrei und unparteiisch - das macht sie zum Garanten der Unabhängigkeit des Blauen Engels.
Heute tragen rund 10.000 Produkte und Dienstleistungen in 80 Produktkategorien den Blauen Engel. Ausgenommen vom Gütesiegel sind Lebensmittel.

Das Logo des Blauen Engels besteht aus folgenden drei Elementen:
Dem Umweltzeichen der Vereinten Nationen in Form eines blauen Ringes mit Lorbeerkranz und einer blauen Figur mit ausgebreiteten Armen im Zentrum.
2. Die Umschrift mit dem konkreten Hinweis auf die wichtigsten Umwelteigenschaften des damit gekennzeichneten Produkts z.B. weil energiesparend und geräuscharm.
3. Der Hinweis auf das jeweils zentrale Schutzziel des Produktes z.B. "schützt die Ressourcen".
Die Produktgruppen werden derzeit in vier verschiedene Schutzziele eingeordnet: „schützt die Gesundheit“, „schützt das Klima“, “schützt das Wasser“ und „schützt die Ressourcen“.


Clean Development Mechanism (CDM)

Clean Development Mechanism (CDM) ist ein Mechanismus und offizieller Standard des Kyoto Protokolls für eine umweltverträgliche Entwicklung. Er wurde für Kompensationsprojekte der Industrie entwickelt und schafft Voraussetzungen, um in Entwicklungsländern Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen, die dort finanziell meist am günstigsten sind. Zugleich sollen die Klimaschutzprojekte ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung sein. Der CDM wird oft von Industrieunternehmen genutzt, um ihre Emissionen über den internationalen Emissionshandel zu senken.
Der CDM berücksichtigt zwar das Kriterium der Zusätzlichkeit nicht in dem strengen Maße wie der Gold-Standard, er hat, wenn auch mit Abstrichen, dennoch ein hohe Akzeptanz in Expertenkreisen. Darum werden CO2-Minderungsprojekte der ernstzunehmenden Kompensationsanbieter inzwischen im Regelfall nach CDM oder Gold Standard ausgerichtet.


CO2 (Kohlenstoffdioxid)

Kohlenstoffdioxid ist ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre und das wohl bekannteste Treibhausgas. Es entsteht bei Verbrennungsvorgängen und auch bei der Atmung von Menschen oder Tieren. Sogenannte "Senken" wie Ozeane und Pflanzen nehmen CO2 aus der Atmosphäre auf. Da die Ozeane wärmer werden und in der Vergangenheit viel CO2 aufgenommen haben, sinkt ihre Fähigkeit CO2 aufzunehmen. Das bedeutet, dass mehr emittiertes CO2 in der Atmosphäre verbleibt. Der Mensch stört den natürlichen Kreislauf durch die Verbrennung fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas) und die Rodung von Regenwäldern. Kohlendioxid ist ein lange wirksames Treibhausgas: Nach 1.000 Jahren ist immer noch ein Fünftel wirksam. Seit der Industrialisierung ist der CO2-Anteil in der Atmosphäre messbar um mehr als ein Drittel angestiegen (von 280ppm auf knapp 390ppm).
(parts per million, auf deutsch: Teile von einer Million)


CO2-Äquivalent

Es gibt verschiedene Gase, die das Treibhaus Erde anheizen. Neben Kohlendioxid (CO2) sind das vor allem Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Um die jeweiligen Mengen besser miteinander vergleichen zu können, rechnen die Wissenschaftler alles in CO2-Äquivalente um. Ein Molekül Methan ist 21 Mal so schädlich fürs Klima wie ein CO2-Molekül, ein Molekül Lachgas wirkt sogar 296 Mal so stark. Allerdings sind die Gesamtmengen an CO2 am größten. Deshalb haben die Wissenschaftler Kohlendioxid als Referenzgröße gewählt.


Conference of the Parties (COP)

Conference of the Parties (COP - Vertragsstaatenkonferenz) Höchstes Gremium der Klima-Rahmenkonvention, das sich jedes Jahr trifft (1995 in Berlin, 1996 in Genf, 1997 in Kyoto, 1998 in Buenos Aires und 1999 in Bonn). Die COP hat die Aufgabe, die Umsetzung der Konvention jetzt und in der Zukunft sicherzustellen. Ein ähnliches Gremium existiert zur Umsetzung der Konvention zur Biologischen Vielfalt.


EcoDesign

EcoDesign liegt der Ansatz zugrunde, bei der Entwicklung, der Produktion, dem Vertrieb, der Verwendung und schließlich der Entsorgung eines Produktes stets die zu erwartenden Auswirkungen auf die Umwelt mit ins Kalkül zu ziehen und deutlich zu verringern, um zu einem optimierten, ganzheitlichen Nutzungskonzept zu gelangen. Dabei inkludiert der Produktbegriff sowohl Hardware, Software, Dienstleistungen als auch jegliche Art eines zur Bedürfnisbefriedigung dienenden Gutes. Dabei sollten der Einsatz erneuerbarer Ressourcen, der Übergang vom Nachsorge- zum Vorsorgeprinzip, eine ökologische und funktionale Verlängerung der Nutzungsdauer, eine Optimierung der Produktnutzung statt der Produkterzeugung.


Emission

Als Emission wird die Abgabe von Substanzen, Schall, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlung, Gerüchen oder ähnlichen Erscheinungen an die Umwelt bezeichnet, die im Sinne des Umweltschutzes in der Regel schädlicher Art ist und meist menschlichen Ursprunges ist.
Es wird zwischen natürlichen und anthropogenen Emissionen unterschieden.
Hauptverursacher von anthropogenen Emissionen sind Autos und andere Verkehrsmittel, die Industrie, Energiewirtschaft, private Heizungen und die Landwirtschaft. Natürliche Emissionsquellen sind zum Beispiel Lebewesen, Vulkane oder Sümpfe.
Emissionen führen in der Umwelt zu Immissionen.


Emissionshandel

CO2 ist ein langlebiges Treibhausgas und verteilt sich über den gesamten Erdball. Für die Atmosphäre ist es unerheblich, wo Treibhausgasemissionen verringert werden. Um die kostengünstigsten Einsparpotentiale auch in anderen Ländern zu nutzen sieht das Kyoto-Protokoll verschiedene Mechanismen vor. Um die Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls umzusetzen, führte die EU im Jahr 2005 den Emissionshandel ein.
Dabei müssen die hauptverantwortlichen Industrien wie Stahl-, Chemie- und Zementindustrie und natürlich die Stromversorger für jede Tonne CO2, die sie in die Luft blasen, „Verschmutzungserlaubnisse“ vorweisen. Den angestrebten Einsparungen entsprechend wird die noch tolerierbare Menge an Treibhausgasen festgelegt und in Zertifikate aufgeteilt. Diese Emissions- Zertifikate können die Unternehmen an einer Börse kaufen: Entweder vom Staat oder, wenn diese nicht ausreichen, von Firmen, die viel CO2 eingespart haben und deswegen noch Zertifikate „übrig“ haben.
Da die Unternehmen für ihre Treibhausgasemissionen bezahlen müssen, werden sie versuchen, die kostengünstigsten Einsparmöglichkeiten zu nutzen, entweder innerhalb ihres Unternehmens oder durch Projekte in anderen Ländern.


Emissions-Zertifikate

Emissions-Zertifikate sind die Währung des Emissionshandels. Sie erlauben energieintensiven Unternehmen einen genau festgelegten Anteil von CO2 in die Luft zu blasen. Ähnlich wie Aktien werden die Emissions-Zertifikate an einer Börse gehandelt. Die Verpflichtungen für einzelne Branchen sind unterschiedlich, die Stromproduzenten in der EU müssen ab 2013 für alle Emissionen Zertifikate ersteigern. Für jede Tonne CO2, die ausgestoßen wird, müssen Firmen Anteile erwerben. Stoßen sie weniger CO2 aus als vorgesehen, können die Unternehmen ihre überschüssigen Anteile verkaufen. Klimaschutz zahlt sich für sie also auch in barer Münze aus.


Erderwärmung

Die beobachtete Erwärmung der Erde während des 20. Jahrhunderts liegt bei 0,8°C. Weitere etwa 0,6-0,9°C Erwärmung sind durch bereits ausgestoßene Treibhausgase unvermeidbar. Bis 2100 erwartet der Weltklimarat (IPCC), dass sich die mittlere globale Erdoberflächentemperatur um 1,6 bis 6,9°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau erhöht. Um einen unbeherrschbaren Klimawandel (siehe Kipp-Punkte) zu vermeiden, muss die Erwärmung auf unter 2°C begrenzt werden.


Global Warming Potential (GWP)

Die Klimawirksamkeit - Global Warming Potential GWP - ein Maß für die Störung des Gleichgewichts zwischen einstrahlender Solarenergie und an den Weltraum abgegebener langwelliger Strahlung - eines Treibhausgases hochgerechnet auf einen gewissen Zeitraum (meist 100 Jahre). Diese Einheit ist eingeführt worden, um die Treibhausgase untereinander vergleichen zu können, da sie einerseits unterschiedlich in ihrer Klimawirksamkeit sind, andererseits aber auch in ihrer Lebensdauer in der Atmosphäre. GWP: CO2: 1.


Gold Standard

Der Gold Standard ist ein Qualitätsstandard für CO2-Kompensationsprojekte und erfüllt die Anforderungen des Kyoto-Protokolls. An der Entwicklung des Gold Standards waren 2003 Umweltorganisationen wie der WFF beteiligt. War der Gold Standard zunächst auf Klimaschutzprojekte des regulierten Marktes beschränkt, so wird dieses Verfahren seit 2006 auch für Klimaschutzprojekte im Rahmen der freiwilligen CO2-Kompensation angewandt.
Der Gold Standard ist weltweit der strengste Mechanismus für die CO2-Kompensation. Er garantiert, dass bei seinen Projekten die Förderung im Bereich Energieeffizienz oder erneuerbare Energien stattfindet, eine nachhaltige Entwicklung in den Projektländern gewährleistet wird und die lokale Bevölkerung in die Projektausgestaltung einbezogen ist. Der Gold Standard garantiert im hohen Maße die Zusätzlichkeit der Projekte.


Greenwashing

Eine PR-Methode, die einige Unternehmen nutzen, um in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsvolles Image zu erzeugen, das in Wahrheit gar nicht existiert. Der Begriff ist zusammengesetzt aus "green" für "grün" und "wash" wie "Waschen" im Sinne von Geldwäsche oder "sich reinwaschen". Die beste deutsche Übersetzung lautet "Grünfärberei".


Immission

Unter Immissionen (lat immittere, hineinsenden) versteht man die Einwirkung von unmittelbar oder mittelbar durch menschliche Tätigkeit verursachten Emissionen auf die Umwelt. Umwelt sind in diesem Zusammenhang Ökosysteme, Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge. Immissionen sind Umwelteinwirkungen. Zu den Immissionen gehören vorwiegend Luftverunreinigungen, Geräusche, Gerüche, Erschütterungen, Licht, Strahlen, Wärme. Weitere Einwirkungen sind denkbar, z.B. durch Pollenimmission gentechnisch manipulierter Pflanzen.
Im Gegensatz stellt die Emission (z.B. Schadstoffausstoß eines Verbrennungsmotors) die Ursache der in der Immission hervortretenden Wirkung (z.B. Ablagerung von Rußpartikeln in der Lunge eines Menschen) dar.
Immissionen führen zu nachteiligen Folgen. Art, Stärke und Umfang des Nachteils sind für die Definition der Immission unbedeutend.
Immissonen gehen aus von: technischen Anlagen (z.B. Kraftwerke, Chemieanlagen, Abfallbehandlungsanlagen); Produkten/Leistungen/Abfällen menschlicher Tätigkeit (z.B. Kraftfahrzeuge, Flächenbewirtschaftung, Mülldeponien); Gebieten, die durch menschliche Tätigkeiten benutzt werden (z.B. Straßenlärm, Felddüngung, Flugplätze, Abraumhalden).
Immissionen haben immer physische Ursachen. Einwirkungen auf die Psyche, z.B. durch Manipulation von Sprache und Bild (Zeitung, Fernsehen) zählen - zumindest derzeit - nicht zu den Umwelteinwirkungen.
Immissionen werden an die Objekte in der Umwelt (Menschen, Tiere, Pflanzen) herangeführt und in die Umwelt (Ökosysteme, z.B. Atmosphäre, Boden, Wasser, Wald) eingetragen.


Klima

Fälschlicherweise wird das Klima häufig mit dem Wetter gleichgesetzt. Der Begriff Klima ist jedoch viel umfassender! Klima ist die Gesamtheit aller meteorologischen Erscheinungen, die den durchschnittlichen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort auf der Welt kennzeichnen. Zu den Klimaelementen gehören: Strahlung, Temperatur, Luftdruck, Winde und Niederschläge. Beeinflusst wird das Klima durch die jeweilige geographische Breite des Ortes, die Verteilung von Land und Wasser, Meeresströmungen und auch Wald und Wüste. Nicht zu vergessen ist der Faktor Mensch, denn dieser hat in den letzten Jahrzehnten enorm dazu beigetragen, dass das Klima sich verändert. Deshalb sind heute Maßnahmen des Klimaschutzes unverzichtbar.


Klimabilanz

Wie viele Treibhausgase im Alltag in die Atmosphäre eingebracht werden, lässt sich durch CO2-Äquivalente berechnen und vergleichen. Durchschnittlich 11 Tonnen CO2-Äquivalent verbucht jeder Bundesbürger pro Jahr in seiner Klimabilanz. Indem er zum Beispiel heizt, kocht, zur Arbeit pendelt, mit dem Flugzeug fliegt, das Licht anschaltet oder sich Dinge kauft, für deren Herstellung Energie verbraucht wurde.
In den USA liegt der CO2 Ausstoß bei knapp 20 Tonnen, in Bangladesh bei etwa 240 kg pro Mensch. Nach Berechnungen des Weltklimarates [1] müsste der Ausstoß an Treibhausgasen drastisch gesenkt werden - bis zum Jahr 2050 auf unter 2.000 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kopf. [2] Ansonsten wäre ein sich selbst verstärkender Klimawandel nicht zu stoppen.
Ihre persönliche Klimabilanz können Sie mit unserem CO2-Rechner überprüfen.


Klimawandel

Auf der Erde herrscht normalerweise eine Durchschnittstemperatur von etwa 15 Grad Celsius. Für diese Temperatur, die das Leben und seine Vielfalt erst ermöglicht, sorgt der natürliche Treibhauseffekt. Er entsteht, wenn die Sonnenstrahlen von der Erde zurück in die Atmosphäre reflektiert werden, ein Teil davon jedoch die Gasschicht der Erde nicht mehr durchdringen kann und so für eine angenehme konstante Durchschnittstemperatur sorgt.
Der Klimawandel ist nicht neu: Das Klima der Erde hat sich im Laufe der Jahrtausende stetig verändert. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts aber greift der Mensch in die Klimaprozesse ein. Die Folge: Die durchschnittliche globale Temperatur der Erde hat sich mit dem Klimawandel der letzten 100 Jahren um circa 0,74 Grad Celsius erhöht, besonders extrem seit den 1970er Jahren.
Eine Ursache für den Klimawandel ist der wachsende Strombedarf vor allem in den Industrieländern. Für Straßenverkehr und Heizungen werden immer mehr Erdöl und Kohle verbrannt, immer mehr Regenwaldflächen gerodet. Dadurch gelangen zunehmend Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid, Methan, Lachgas und Ozon in die Atmosphäre und halten dort noch mehr Wärmerückstrahlung der Sonne zurück - die durchschnittliche Temperatur auf der Erde stieg. Diese Form des Klimawandels wird als anthropogener Klimawandel (vom Menschen verursacht) bezeichnet.


Kyoto

Die Stadt in Japan war Schauplatz des dritten Klimagipfels der Vereinten Nationen im Jahr 1997 und ist zum Synonym für den Fortschritt, aber auch für die Schwierigkeiten beim weltweiten Klimaschutz geworden. Im sogenannten Kyoto-Protokoll einigten sich die Industrienationen erstmals verbindlich darauf, den Ausstoß der gefährlichsten Treibhausgase zu verringern - bis 2012 um durchschnittlich fünf Prozent im Vergleich zu 1990.
Um diese Ziele zu erreichen, erlaubt das Protokoll auch den Emissionshandel unter Staaten. Es dauerte allerdings bis zum Jahr 2005, bis das Kyoto-Protokoll in Kraft treten konnte. Die USA haben das Abkommen bis heute nicht ratifiziert. Ende 2009 sollte auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ein Vertrag für die Zeit nach 2012, dem Ende der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls, verabschiedet werden.
Allerdings konnten sich die Delegierten in Kopenhagen lediglich auf ein politisches Papier einigen. Darin wird nur das allgemeine Ziel formuliert, die Erderwärmung auf weniger als 2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die "Kopenhagener Erklärung" ist völkerrechtlich nicht bindend und weit entfernt von einem verpflichtenden Regelwerk für den Klimaschutz nach 2012.
Ein rechtlich verbindliches Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll steht immer noch aus. Nächste Chance ist die kommende UN-Klimaschutzkonferenz, die vom 29. November bis 10. Dezember 2010 im mexikanischen Cancún stattfindet.


Ökobilanz

Eine Ökobilanz analysiert möglichst umfassend den gesamten Produktlebensweg und die zugehörigen ökologischen Auswirkungen und bewertet die während des Lebenswegs auftretenden Stoff- und Energieumsätze und die daraus resultierenden Umweltbelastungen.
Ziel einer Ökobilanz ist es, die Umweltbelastungen, die durch Produkte auf deren "Lebensweg" von der Produktion bis zur Entsorgung entstehen, darzustellen und die damit verbundenen Auswirkungen solcher Umwelteinflüsse zu analysieren. Somit wird eine Bewertungsgrundlage für alle Produkte geschaffen. Die Ökobilanz spielt bei der Auswahl von Verpackungen in Zukunft eine immer größere Rolle.


Treibhauseffekt

Ähnlich wie bei einem Treibhaus erwärmt sich die Erde wegen der Atmosphäre: Einstrahlendes Sonnenlicht wird an der Erdoberfläche in langwellige Wärmestrahlung umgewandelt. Treibhausgase halten diese Wärmestrahlung in der Atmosphäre fest. Dadurch steigt die Temperatur der Erdoberfläche auf durchschnittlich +15°C an.
Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre Leben auf der Erde nur schwer vorstellbar. Doch die Menschen heizen das Treibhaus Erde zusätzlich an. Durch die Verbrennung von Erdöl und Kohle und die Rodung der Regenwälder gelangen mehr und mehr Treibhausgase in die Atmosphäre und halten die Wärmestrahlung zurück. Als eine Folge davon steigt die Temperatur der Erdoberfläche.


Treibhausgas

Gase wie Kohlenstoffdioxid, Methan, Lachgas oder Ozon sind ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Sie sorgen neben Wasserdampf dafür, dass Wärmestrahlung in der Atmosphäre bleibt, deshalb werden sie auch Treibhausgase genannt. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre höheres Leben auf der Erde kaum möglich. Doch die Menschen heizen das Treibhaus Erde zusätzlich an. Sie pusten mehr Treibhausgase in die Atmosphäre als unser Klima verkraften kann.


Umwelttechnik

Gesamtheit aller im Dienste des Umweltschutzes eingesetzten technischen Verfahren, Anlagen und Entwicklungen, zum Teil auch der damit verbundenen Dienstleistungen (Wartung, Service etc.). Häufig wird die Umwelttechnik nach den sogenannten Umweltmedien Wasser, Luft, Boden und Gestein gegliedert in: Wasser-/Abwasserreinigung, Luftreinhaltung, Bodenschutz und -reinigung, ferner Abfallentsorgung und vor allem Energiegewinnung.