savemynature TEAM:
Zerstörender Wohlstand
"Das Schlimmste am Urwald ist der der Weg dorthin!"
Dieser Satz brannte sich während meiner dreimonatigen Indonesienreise in mein Hirn. Nicht die unzähligen Landblutegel, die sich an mir festsaugten, oder die Heerscharen von Moskitos empfand ich als unerträglich, sondern das Ausmaß der Zerstörung in den Randregionen der Regenwälder. Das stundenlange Fahren durch wüstenähnliche, komplett entwaldete Regionen, in denen sich die Timberfirmen austoben, bis nichts mehr zu holen ist und daher neue Gebiete erschlossen werden müssen. Die modernen Maschinen dieser Firmen machen auch vor schwierigstem Gelände nicht halt; selbst Hügelketten und Berge stellen kein Hindernis mehr da.
Wenn man Regenwälder kennen- und liebengelernt hat, dann ist das ein sehr ernüchterndes Erlebnis. Man fragt sich, wie lange diese ständig schrumpfenden Wälder mit ihrer unglaublichen Fülle von Tieren und Pflanzen noch Platz auf
unserem Planeten haben werden. Ich denke an die unglaubliche Artenvielfalt dieser Regionen, die riesigen Bäume, die so groß sind das man zwischen ihren Wurzeln Schutz suchen kann, Vögel die so bunt sind, dass wir uns die Augen reiben und nicht zuletzt unsere nächsten Verwandten, die Orang-Utans.
Es ist ein besonderes Erlebnis, Orang-Utans in freier Wildbahn zu treffen, kein Vergleich zu einer Begegnung im Zoo. Man erstarrt und beobachtet ehrfürchtig sein Gegenüber.
Das Interesse ist oft auch dem Gegenüber anzumerken.
Nicht selten kommen Orang-Utans bis fast auf den Erdboden herunter, um sich den Eindringling genauer anzusehen und zu beschnuppern. Es sind wahrhaft faszinierende Wesen.
Über ihre Intelligenz zerbrechen sich Wissenschaftler den Kopf und viele Menschen haben keine Vorstellung, zu was Orang-Utans wirklich in der Lage sind. Sie nutzen Werkzeuge um Kleinaffen zu jagen, sie pfeifen, malen, planen und können sogar schwimmen! Schaut man einem Orang-Utan tief
in die Augen, so nimmt man ihn bald als ebenbürtig wahr.
Immer wieder sehe ich unsere Vorfahren, einige Gesichter meint man bereits einmal gesehen zu haben. Auf der Straße, oder beim Bäcker um die Ecke. Bei allem was sie tun wirken sie sehr bedacht, oft sieht man sie grübelnd sitzen, um eine Lösung für ein Problem zu finden. Der Erfindungsreichtum der Orang-Utans wurde schon oft beobachtet.
Im Berliner Zoo beispielsweise vergaß ein Handwerker vor einiger Zeit einen Nagel im Gehege des Orang-Utan-Mannes Kajan. Tagsüber versteckte Kajan den Nagel in seinem Mund, wohingegen er sich nachts damit an der Verkleidung und
dem Schloss der Heizung zu schaffen machte. Als das gesamte Gehege sich mit Wasserdampf füllte, wurde man auf den Panzerknacker aufmerksam.
Doch auch andere Menschenaffen sind zu bemerkenswerten Leistungen in der Lage. Koko zum Beispiel ist eine ältere Gorilla-Dame, die sich mit Hilfe der Amerikanische Gebärdensprache (ASL) verständigen kann. Kanzi ist ein Bonobo der sich mit einer Art primitiver Computertatstur ebenfalls mit dem menschlichen Gegenüber verständigen kann. All diese Beispiele halten den Menschen jedoch nicht davon ab, seine nahen Verwandten langsam aber sicher auszurotten.
Durch die Zerstörung der letzten Regenwälder entzieht man ihnen die Lebensgrundlage. Menschenaffen brauchen den Wald um zu überleben. Ihr Untergang geschieht relativ lautlos, ohne Proteste, ohne Demonstrationen. Meschenaffen
haben keine Anwälte.
Doch wer ist Schuld an dieser katastrophalen Entwicklung?
Wem ist es offensichtlich egal, ob den Einheimischen in ein paar Jahren das Trinkwasser ausgeht und sich das Land in eine unfruchtbare ökologische Wüste verwandelt?
»Natürlich die Indonesier, die das alles zulassen und sich an der Zerstörung beteiligen!«, mag es dem ein- oder anderem nun auf der Zunge liegen, doch ganz so einfach ist es nicht.
Können Sie sich vorstellen bettelarm zu sein und trotzdem eine fünfköpfige Familie ernähren zu müssen? Wie würden Sie handeln, wenn nun eine westliche Firma ihnen sehr wenig Geld anbietet, um Bäume zu fällen, auch wenn Sie sich damit
mehr und mehr die Lebensgrundlage entziehen?
Würden Sie Ihre Familie verhungern lassen? Solange hierzulande die Probleme in Entwicklungsländern nicht als solche wahrgenommen werden und die Ignoranz unserer wohlhabenden Gesellschaft zum Teil erschreckende Formen annimmt, wird sich in diesen Ländern kaum etwas zum Positiven entwickeln.
Ein schönes Beispiel für diese Ignoranz sind deutsche Terrassen. Dem Deutschen fast genauso wichtig wie das Auto oder der Rasenmäher.»Ich verkleide meine Terrasse mit Bangkirai-Holz, das ist herrlich stabil und ich brauche es nicht zu streichen!« Das ist ja wunderbar! Aber Bangkirai ist kein einheimisches Holz, oder? Wenn sie Terrassenholz oder Gartenmöbel benötigen, sollten Sie sich erkundigen, welches Holz verwendet wurde und wo es herkommt.
Der Laubbaum Bangkirai kommt aus den Ländern aus Südostasien, zum größten Teil aus Indonesien. Es ist ein extrem hartes und witterungsbeständiges Holz, es wächst sehr langsam, weswegen es für den Plantagenanbau nicht geeignet ist. Eine Wiederaufforstung dieser bis zu 50 Meter hohen Bäume kann den ökologischen Schaden in keinster Weise gut machen, eben weil diese Bäume so langsam wachsen. Hier regelt die Nachfrage das Angebot. Hilft es, sich beim Sonnen zu entspannen, wenn man weiß, dass für das Terrassenholz Orang-Utans sterben mussten, weil man ihnen durch die Abholzung von Bangkirei und anderen tropischen Hölzern, sowohl auf Sumatra, als auch auf Borneo, ihren Lebensraum entzieht?
Sogar unsere Bundesregierung erfüllt ihre Vorbildfunktion in keinster Weise. So wurden im August 2005 die Fenster eines Bundesverwaltungsgebäudes mit Meranti-Rahmen versehen.
Das Holz stammte, wie sich nach eingehender Recherche herausstellte, aus Sumatra, wo es illegal geschlagen wurde. Auch für Meranti gilt: Es gibt eigentlich keinen nachhaltigen Forstbetrieb. Meranti-Hölzer sind vom Aussterben bedroht und trotzdem wird dieses Holz in jedem dritten Fenster verbaut. Dabei ist es absolut nicht notwendig in Deutschland tropisches Holz zu verwenden. Es gibt hierzulande soviel Forstwirtschaft, dass wir sämtlichen Bedarf aus einheimischen Hölzern decken könnten. Mittlerweile gibt es sogar Holzimitat, das eine höhere Haltbarkeit besitzt als jeder menschliche Körper. Leider macht es den Anschein, dass ein großer Teil der westlichen Oberschicht sich generell nicht im geringstem für ökologische Hintergründe interessiert. Es wird einfach alles gekauft, gegessen und gebaut was gefällt,
ohne Rücksicht auf Verluste. Das amerikanische Supermodell Naomi Cambell zum Beispiel möchte ein Luxushotel mit dem bezeichnenden Namen »Hotel der Milliardäre« an einem kenianischen Strand bauen, weil dieser ihr so gut gefällt.
Dabei schert sie sich jedoch nicht um die Meeresschildkröten, die eben diesen Strand als Eiablageplatz nutzen um ihre Art zu erhalten. Stars wie Madonna oder Elton John singen auf dem Klima-Benefizspektakel »Live Earth« von Al Gore gegen den Klimawandel. Zu dieser Veranstaltung kamen Sie aber mit ihrem Privatjet. Das ergibt für Sie keinen Sinn?
Die Doppelsinnigkeit mancher Prominenter scheint grenzenlos zu sein. »Greenwashing« ist hier das Stichwort. Es ist einfach hilfreich, sich ein grünes Image zu verpassen und mit der Ökowelle mit zu schwimmen.
Produkte oder Personen werden dem Verbraucher auf diese Art sympathischer und lassen sich auch besser verkaufen. Gerne wirbt die ein- oder andere Firma mit selbstgemachten Ökosiegeln. In der Theorie sind Zertifizierungen eine sinnvolle Sache. Sie werden im Prinzip überall dort notwendig, wo sich die Industrie verselbstständigt und z.T. illegale Geschäfts-praktiken entwickelt. Zum Beispiel wurde im Jahr 1990 ein Siegel für Tropenholz eingeführt, um den Handel mit illegal geschlagenem Tropenholz zu unterbinden. Dieses FSC Siegel (Forest Stewardship Council) ist jedoch mittlerweile
stark umstritten, da sich eine korrekte Zertifizierung in Ländern die sehr arm sind und in denen Korruption an der Tagesordnung ist, kaum durchführen lässt. Weiterhin gibt es Möglichkeiten, aus illegal geschlagenem Tropenholz legales Holz zu machen. Zertifizierung macht jedoch nur Sinn, wenn es ein übergeordnetes Kontrollorgan gibt. Selbstentworfene Siegel sind für den Verbraucher wertlos.
Haben Sie schon einmal etwas von Palmöl gehört? Dieses Pflanzenöl wird in Entwicklungsländern angebaut, um es dann im großen Stil z.B. nach Deutschland zu importieren. Es steckt mittlerweile in nahezu jedem Haushaltsprodukt und wird sogar zur Stromerzeugung verfeuert.
Bundesumweltminister Gabriel wollte es gerne sehen, dass deutsche Autos mit diesem Öl angetrieben werden. Wo liegt das Problem? Palmöl ist sehr ineffizient, eine Palme wirft nur sehr wenig Öl ab. Deswegen werden Plantagen mit gigan-tischen Ausmaßen angelegt, einige sind so groß wie ganz Singapur (697,2 qm!). Da es aber in Indonesien sowieso sehr viele zerstörte Flächen gibt, ist gegen diese Plantagen nicht grundsätzlich etwas einzuwenden.
Aber was macht der clevere Plantagenbauer? Er plant seine Plantage in einem Gebiet, in dem noch Regenwald existiert!
Der Wald wird platt gemacht und das Holz wird in ein ordentliches Startkapital umgewandelt. So einfach funktioniert Wirtschaft! Lassen Sie uns zusammenfassen: Viele Indonesier sind arm und haben nichts zu essen. Die deutsche Bundesregierung fördert den Import eines Nahrungsmittels aus Umweltzerstörung aus einem
14 000km entfernten Entwicklungsland, um damit deutsche Autos zu betreiben. Überspitzt könnte man sagen: Unsere Bundesregierung steckt die Brötchen der Armen in den Tank der Reichen. Auch für Palmöl ist eine Zertifizierung geplant, doch auch Palmöl kommt aus Indonesien, eines der korrup-testen Länder der Welt.
Bereits die Zertifizierung von Tropenholz funktioniert hier nur eher schlecht.
Wie lange können wir uns noch an den Armen dieser Welt bereichern und wann werden die Probleme, die wir in diesen Ländern schaffen auf uns zurückfallen? Am Klimawandel können wir gut erkennen, dass uns weit entfernte Probleme manchmal schneller einholen als angenommen.
Haben wir wirklich geglaubt, dass wir unsere Atmosphäre mit unendlich vielen Abgasen verseuchen können, ohne dass wir irgendwann dafür bezahlen müssen? Aktion – Reaktion.
Eines der einfachsten Gesetze in der Natur. Trotzdem wird dieses Gesetz immer wieder missachtet, nämlich dann wenn eigener Wohlstand und Profitgier in den Vordergrund treten, frei nach den Grundsätzen »Nach mir die Sintflut« und »Jeder ist sich selbst am nächsten«.
Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass praktisch kein ökologisches Gleichgewicht mehr auf unserem Planeten existiert und dass es in vielen Erdteilen nicht lange weiter-gehen kann.
Die Weltbevölkerung nimmt explosionsartig zu, die Meere werden überfischt, der Wald abgeholzt und die Luft verpestet. Mit dem Müll den die Menschen produzieren können wir in Zukunft die Alpen im Maßstab 1:1 nachbilden. Die Menschheit lebt über ihre Verhältnisse.
Das anhaltende Aussterben der Arten auf unserem Planeten bedeutet auf lange Sicht vor allem eines: Früher oder später sind wir an der Reihe! Ob nun eher früher oder später können wir möglicherweise noch beeinflussen. Werden wir wirklich erst dann begreifen, wenn es zu spät ist? Und was bedeutet »zu spät« eigentlich? Dass wir den Planeten zwar noch beleben können, aber nur unter luftdichten Glaskuppeln?
Dass es zwar noch Vögel und Blumen gibt, aber eben nur noch Sperlinge und Löwenzahn? Das man im Meer zwar noch schwimmen kann, aber nur mit einem Schutzanzug? Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass Prognosen für die Zukunft immer schneller und heftiger eintreten als erwartet. Was kann also jeder einzelne tun? Wenn jeder Mensch sich nur an wenige Kleinigkeiten halten würde, wäre schon viel erreicht. Z.B. kann jeder Zuhause Energie sparen, indem man Elektrogeräte die auf Stand by laufen ganz abschaltet, anstatt mit dem Auto mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, oder besser mit dem Fahrrad fährt, Wasser sparen, statt Batterien Akkus verwenden, Hausherren können sich eine ökologische Heizung einbauen lassen oder Solarenergie produzieren. Das Ziel von save my nature ist es, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit nachhaltigen Umgangs mit den Ressourcen unserer Erde zu schaffen und eine breite Öffentlichkeit zum Handeln anzuregen- zum Wohl unserer Umwelt und unserer Natur.
Maik Schaffer arbeitete sechs Jahre für Borneo Orangutan Survival (BOS) Deutschland e.V. Für BOS besuchte er die letzten Regenwälder Indonesiens. Seit dem 1. Februar 2010 arbeitet Maik für die Umweltstiftung „save my nature“
__________________________________________________
Destructive wealth
"The worst thing about the jungle is he way to it."
This sentence was burned into my thought during my three-month journey through Indonesia. I found that neither the countless leeches nor the myriads of mosquitoes were unbearable but the degree of destruction in the periphery of the rain forests, the hour-long driving through desert-like, deforested regions where timber corporations raged until all that there once was, way exploited and new areas had do be opened up. Modern machinery will not be stopped by hills or mountains.
If you got to know and love rain forests, this is a sobering experience. One must ask oneself, how long these constantly diminishing forests with their multitude of animals and plants will have a place on our planet.
I’m thinking of the unbelievable diversity of species in this region, the giant trees that are so huge, that one can seek shelter between their roots, birds that are so colourful, that we have to rub our eyes and last but not leas orang-utans, our next to kin.
It is a very special experience, to met orang-utans in the wild, one that cannot be compared to seeing one in a zoo.
You are awestruck and observe your counterpart.
This interest often can be seen in the orang-utan as well. Sometimes they will almost come down to the ground to take a closer look at the “intruder”. They are truly fascinating creatures.
About how intelligent they really are, scientists still are wondering and many humans do have no imagination of what orang-utans are able to do. Orang-utans use tools to hunt small monkeys, they whistle, paint and plan and are even able to swim!
If you look an orang-utan deep in the eyes, you soon recognize him as an equal.
I see our ancestors again and again and some of their faces you believe to have seen on the street or at the bakery.
In everything they do, they seem very considerate. Often you can see them sit thinking about the solution of a problem. Many times, the inventiveness of orang-utan has been observed.
Once, a craftsman at the Berlin zoo forgot a nail in the enclosure of male orang-utan Kajan. During day, Kajan hid the nail in his mouth, at night though he manipulated the casing and lock of the radiator. Only when the enclosure was filling with steam, this was discovered.
But other great apes are able to accomplish astounding things. For example Koko, and elderly gorilla-lady that is able to communicate via ASL. Kanzi, a Bonobo, uses a kind of primitive computer keyboard for communication.
All these examples, however, won’t prevent that humans slowly but surely eradicate their relatives. Through the destruction of the last rain forests, their basic survival needs is destroyed as well. Great apes need the forest to survive. Their doom is quite silent, without protests or demon-strations. Great Apes don’t have lawyers But who’s fault is this catastrophic development? Who obviously doesn’t care if the natives run out of drinking water in some years and the land turns into a barren ecological waste land?
“The Indonesians of course, they allow all this and take part in the destruction!” some might think – but it isn’t that easy.
Can you imagine being destitute and still having to feed a family of five?
How would you act then, if a western corporation offers you very little money to cut down trees – even if it takes your survival needs more and more? Would you let your family starve?
As long as the west does not recognize the problems in developing countries as such and as long as the ignorance of our wealthy society takes partly frightening form, nothing will change in a positive way in third world countries.
A nice example for this ignorance is German terraces. Germans care for their terraces almost as much as for their cars or lawnmowers.
“I’ll board my terrace with Bangkirai wood, it’s stable and doesn’t need to be painted”
That’s just great! But Bangkirai is no native wood, isn’t it? If you need terrace boards or garden furniture, you should find out, what wood was used and where it comes from.
The broadleaf-tree Bangkirai comes from south-east asia, mainly from Indonesia. It’s wood is extremely hard and durable. But because Bangkirai-trees grow very slowly, it can’t be grown in plantations.
Afforestation can therefore in no way repair the ecological damage done.
Here, the remand controls the supply. Does it really help in relaxing in the sun when you know, that orang-utan had to die because Bangkirai and other tropical woods on Sumatra and Borneo were cut down for terrace boardings?
Even our Federal government is a bad example in every way. In August 2005, the windows of a Federal Government Buildung got frames out of Meranti.
The wood came from Sumatra, where it was cut down illegally. There is no sustainable forestry for Meranti as well. Meranti-woods are on the mark of extinction but still this wood is used in every third window frame.
It is, however, absolutely unnecessary to use tropical woods in Germany. There is so much forestry in this country, that all demand could be covered from native wood.
By now, imitations exist that have a higher durability than the human body.
Sadly, it seems as if the bigger part of the western upper class cares little to nothing about ecological backgrounds. They just buy, eat and build what they like – regardless of the consequences.
US supermodel Naomi Cambell for example wants to build a luxury hotel with the tell-tale name “Hotel of Billionaires” at a Kenyan beach, because she likes it so very much. Yet she doesn’t care about the sea turtles that lay their eggs on that beach.
Stars like Madonna or Elton John performed on Al Gore’s benefit spectacle “Live Earth” against climate change. To this event, however, they travelled with their private jet.
Does that make sense to you?
The bigotry of some prominent people seems to be without limits.
“Greenwashing” is the clue. It is very convenient to get a “green” publicity and ride the eco-wave.
This way, the customer develops sympathy for a product or a person and sales rise. Often, this or that corporation advertises with self-made eco-seals.
In theory, certificates are a good thing. They are necessary everywhere, where the industry becomes independent and uses partly illegal business practices.
In 1990 for example, a seal for tropical wood was introduced to stop the trade with illegally cut wood.
This FSC seal (Forest Stewardship Council) is strongly discussed about by now, because a correct certification is hardly possible in very poor countries, where corruption happens on a daily basis. Furthermore, there are ways to make legit wood out of illegally cut tropical wood. Certification however only makes sense, when there is a superior controlling instance.
Self-design seals are worthless for the customer. Have you ever heard of palm-oil? This plant-oil is grown in developing countries to export it e.g. to Germany on a grand scale.
It is used in nearly every household product by now and is even burned for electricity.
Federal environment minister Gabriel would have liked to see, that German cars were powered by this oil. What is the problem?
Palm-oil is very inefficient, only very little oil is gained from one palm-tree. Therefore, plantations with gigantic measurements are built; some are as big as Singapore.
As there are many destroyed areas in Indonesia, nothing is to say against these plantations. But what do clever plantation-owners do? They plan their plantations in regions, where there is still rain forest!
The forest is cut down, the wood is sold and money is made. Business works that easily.
To sum it up:
Many Indonesians are poor and do not have food. German Federal Government boosts the import of a esculent from a developing country 14.000km away to power German cars. To exaggerate one could say: Our Federal Government puts the bread of the poor into the gas tanks of the rich.
There is a certification planed for palm-oil, as well. But palm-oil, too, comes from Indonesia, one of the world’s most corrupt nations, where the certification of tropical wood hardly worked.
How long can be enrich ourselves on the world’s poorest and when will the problems we create in this countries come back to us?
We can see on the example of climate change that problems far away catch up with us faster than we thought.
Did we really believe that we can pollute the atmosphere without having to pay for it one day? Action – Reaction. One of the basic laws of nature.
But still this law is neglected if personal wealth and profit are of more importance.
One needn’t be a prophet to acknowledge that there is no more ecological balance on our planet and that things can’t go on as they do in many parts of the earth.
World population grows by an explosive rate, the oceans are overfished, the forests cut down and the air is polluted.
With the waste, humans produce, we can build the Alps. Humankind lives beyond their own means.
The ongoing extinction of species means especially one thing in the long run: Sooner or later it’s our turn!
We may be able to influence if it’s sooner or later though. Will we really only understand when it is too late? And what does “too late” mean?
That we are able to live on this planet but only under airtight glass domes?
That there are still Birds and Flowers but only sparrows and dandelions?
The past showed us that assumptions made for the future always happened faster and more violently than expected.
So what can every single one of us do? If every human would just care about little things, much would be accomplished. Everyone, for example, can save energy at home by switching of electrical devices that are on stand by. Or you can ride with public transportation or even better bicycle than with your car. Save water, use rechargable batteries. If you own a house, install an ecological heating or produce solar energy.
The goal of save my nature is to create a consciousness for the need of a sustainable use of our earth’s resources and to encourage the broad public to act to the well-being of our environment and nature.
Maik Schaffer worked six years for Borneo Orangutan Survival (BOS) Deutschland e.V.
For BOS he travelled to the last rain forests of Indonesia.
Since February 1st 2010, Maik works for the environment foundation “save my nature”
"Das Schlimmste am Urwald ist der der Weg dorthin!"
Dieser Satz brannte sich während meiner dreimonatigen Indonesienreise in mein Hirn. Nicht die unzähligen Landblutegel, die sich an mir festsaugten, oder die Heerscharen von Moskitos empfand ich als unerträglich, sondern das Ausmaß der Zerstörung in den Randregionen der Regenwälder. Das stundenlange Fahren durch wüstenähnliche, komplett entwaldete Regionen, in denen sich die Timberfirmen austoben, bis nichts mehr zu holen ist und daher neue Gebiete erschlossen werden müssen. Die modernen Maschinen dieser Firmen machen auch vor schwierigstem Gelände nicht halt; selbst Hügelketten und Berge stellen kein Hindernis mehr da.
Wenn man Regenwälder kennen- und liebengelernt hat, dann ist das ein sehr ernüchterndes Erlebnis. Man fragt sich, wie lange diese ständig schrumpfenden Wälder mit ihrer unglaublichen Fülle von Tieren und Pflanzen noch Platz auf
unserem Planeten haben werden. Ich denke an die unglaubliche Artenvielfalt dieser Regionen, die riesigen Bäume, die so groß sind das man zwischen ihren Wurzeln Schutz suchen kann, Vögel die so bunt sind, dass wir uns die Augen reiben und nicht zuletzt unsere nächsten Verwandten, die Orang-Utans.
Es ist ein besonderes Erlebnis, Orang-Utans in freier Wildbahn zu treffen, kein Vergleich zu einer Begegnung im Zoo. Man erstarrt und beobachtet ehrfürchtig sein Gegenüber.
Das Interesse ist oft auch dem Gegenüber anzumerken.
Nicht selten kommen Orang-Utans bis fast auf den Erdboden herunter, um sich den Eindringling genauer anzusehen und zu beschnuppern. Es sind wahrhaft faszinierende Wesen.
Über ihre Intelligenz zerbrechen sich Wissenschaftler den Kopf und viele Menschen haben keine Vorstellung, zu was Orang-Utans wirklich in der Lage sind. Sie nutzen Werkzeuge um Kleinaffen zu jagen, sie pfeifen, malen, planen und können sogar schwimmen! Schaut man einem Orang-Utan tief
in die Augen, so nimmt man ihn bald als ebenbürtig wahr.
Immer wieder sehe ich unsere Vorfahren, einige Gesichter meint man bereits einmal gesehen zu haben. Auf der Straße, oder beim Bäcker um die Ecke. Bei allem was sie tun wirken sie sehr bedacht, oft sieht man sie grübelnd sitzen, um eine Lösung für ein Problem zu finden. Der Erfindungsreichtum der Orang-Utans wurde schon oft beobachtet.
Im Berliner Zoo beispielsweise vergaß ein Handwerker vor einiger Zeit einen Nagel im Gehege des Orang-Utan-Mannes Kajan. Tagsüber versteckte Kajan den Nagel in seinem Mund, wohingegen er sich nachts damit an der Verkleidung und
dem Schloss der Heizung zu schaffen machte. Als das gesamte Gehege sich mit Wasserdampf füllte, wurde man auf den Panzerknacker aufmerksam.
Doch auch andere Menschenaffen sind zu bemerkenswerten Leistungen in der Lage. Koko zum Beispiel ist eine ältere Gorilla-Dame, die sich mit Hilfe der Amerikanische Gebärdensprache (ASL) verständigen kann. Kanzi ist ein Bonobo der sich mit einer Art primitiver Computertatstur ebenfalls mit dem menschlichen Gegenüber verständigen kann. All diese Beispiele halten den Menschen jedoch nicht davon ab, seine nahen Verwandten langsam aber sicher auszurotten.
Durch die Zerstörung der letzten Regenwälder entzieht man ihnen die Lebensgrundlage. Menschenaffen brauchen den Wald um zu überleben. Ihr Untergang geschieht relativ lautlos, ohne Proteste, ohne Demonstrationen. Meschenaffen
haben keine Anwälte.
Doch wer ist Schuld an dieser katastrophalen Entwicklung?
Wem ist es offensichtlich egal, ob den Einheimischen in ein paar Jahren das Trinkwasser ausgeht und sich das Land in eine unfruchtbare ökologische Wüste verwandelt?
»Natürlich die Indonesier, die das alles zulassen und sich an der Zerstörung beteiligen!«, mag es dem ein- oder anderem nun auf der Zunge liegen, doch ganz so einfach ist es nicht.
Können Sie sich vorstellen bettelarm zu sein und trotzdem eine fünfköpfige Familie ernähren zu müssen? Wie würden Sie handeln, wenn nun eine westliche Firma ihnen sehr wenig Geld anbietet, um Bäume zu fällen, auch wenn Sie sich damit
mehr und mehr die Lebensgrundlage entziehen?
Würden Sie Ihre Familie verhungern lassen? Solange hierzulande die Probleme in Entwicklungsländern nicht als solche wahrgenommen werden und die Ignoranz unserer wohlhabenden Gesellschaft zum Teil erschreckende Formen annimmt, wird sich in diesen Ländern kaum etwas zum Positiven entwickeln.
Ein schönes Beispiel für diese Ignoranz sind deutsche Terrassen. Dem Deutschen fast genauso wichtig wie das Auto oder der Rasenmäher.»Ich verkleide meine Terrasse mit Bangkirai-Holz, das ist herrlich stabil und ich brauche es nicht zu streichen!« Das ist ja wunderbar! Aber Bangkirai ist kein einheimisches Holz, oder? Wenn sie Terrassenholz oder Gartenmöbel benötigen, sollten Sie sich erkundigen, welches Holz verwendet wurde und wo es herkommt.
Der Laubbaum Bangkirai kommt aus den Ländern aus Südostasien, zum größten Teil aus Indonesien. Es ist ein extrem hartes und witterungsbeständiges Holz, es wächst sehr langsam, weswegen es für den Plantagenanbau nicht geeignet ist. Eine Wiederaufforstung dieser bis zu 50 Meter hohen Bäume kann den ökologischen Schaden in keinster Weise gut machen, eben weil diese Bäume so langsam wachsen. Hier regelt die Nachfrage das Angebot. Hilft es, sich beim Sonnen zu entspannen, wenn man weiß, dass für das Terrassenholz Orang-Utans sterben mussten, weil man ihnen durch die Abholzung von Bangkirei und anderen tropischen Hölzern, sowohl auf Sumatra, als auch auf Borneo, ihren Lebensraum entzieht?
Sogar unsere Bundesregierung erfüllt ihre Vorbildfunktion in keinster Weise. So wurden im August 2005 die Fenster eines Bundesverwaltungsgebäudes mit Meranti-Rahmen versehen.
Das Holz stammte, wie sich nach eingehender Recherche herausstellte, aus Sumatra, wo es illegal geschlagen wurde. Auch für Meranti gilt: Es gibt eigentlich keinen nachhaltigen Forstbetrieb. Meranti-Hölzer sind vom Aussterben bedroht und trotzdem wird dieses Holz in jedem dritten Fenster verbaut. Dabei ist es absolut nicht notwendig in Deutschland tropisches Holz zu verwenden. Es gibt hierzulande soviel Forstwirtschaft, dass wir sämtlichen Bedarf aus einheimischen Hölzern decken könnten. Mittlerweile gibt es sogar Holzimitat, das eine höhere Haltbarkeit besitzt als jeder menschliche Körper. Leider macht es den Anschein, dass ein großer Teil der westlichen Oberschicht sich generell nicht im geringstem für ökologische Hintergründe interessiert. Es wird einfach alles gekauft, gegessen und gebaut was gefällt,
ohne Rücksicht auf Verluste. Das amerikanische Supermodell Naomi Cambell zum Beispiel möchte ein Luxushotel mit dem bezeichnenden Namen »Hotel der Milliardäre« an einem kenianischen Strand bauen, weil dieser ihr so gut gefällt.
Dabei schert sie sich jedoch nicht um die Meeresschildkröten, die eben diesen Strand als Eiablageplatz nutzen um ihre Art zu erhalten. Stars wie Madonna oder Elton John singen auf dem Klima-Benefizspektakel »Live Earth« von Al Gore gegen den Klimawandel. Zu dieser Veranstaltung kamen Sie aber mit ihrem Privatjet. Das ergibt für Sie keinen Sinn?
Die Doppelsinnigkeit mancher Prominenter scheint grenzenlos zu sein. »Greenwashing« ist hier das Stichwort. Es ist einfach hilfreich, sich ein grünes Image zu verpassen und mit der Ökowelle mit zu schwimmen.
Produkte oder Personen werden dem Verbraucher auf diese Art sympathischer und lassen sich auch besser verkaufen. Gerne wirbt die ein- oder andere Firma mit selbstgemachten Ökosiegeln. In der Theorie sind Zertifizierungen eine sinnvolle Sache. Sie werden im Prinzip überall dort notwendig, wo sich die Industrie verselbstständigt und z.T. illegale Geschäfts-praktiken entwickelt. Zum Beispiel wurde im Jahr 1990 ein Siegel für Tropenholz eingeführt, um den Handel mit illegal geschlagenem Tropenholz zu unterbinden. Dieses FSC Siegel (Forest Stewardship Council) ist jedoch mittlerweile
stark umstritten, da sich eine korrekte Zertifizierung in Ländern die sehr arm sind und in denen Korruption an der Tagesordnung ist, kaum durchführen lässt. Weiterhin gibt es Möglichkeiten, aus illegal geschlagenem Tropenholz legales Holz zu machen. Zertifizierung macht jedoch nur Sinn, wenn es ein übergeordnetes Kontrollorgan gibt. Selbstentworfene Siegel sind für den Verbraucher wertlos.
Haben Sie schon einmal etwas von Palmöl gehört? Dieses Pflanzenöl wird in Entwicklungsländern angebaut, um es dann im großen Stil z.B. nach Deutschland zu importieren. Es steckt mittlerweile in nahezu jedem Haushaltsprodukt und wird sogar zur Stromerzeugung verfeuert.
Bundesumweltminister Gabriel wollte es gerne sehen, dass deutsche Autos mit diesem Öl angetrieben werden. Wo liegt das Problem? Palmöl ist sehr ineffizient, eine Palme wirft nur sehr wenig Öl ab. Deswegen werden Plantagen mit gigan-tischen Ausmaßen angelegt, einige sind so groß wie ganz Singapur (697,2 qm!). Da es aber in Indonesien sowieso sehr viele zerstörte Flächen gibt, ist gegen diese Plantagen nicht grundsätzlich etwas einzuwenden.
Aber was macht der clevere Plantagenbauer? Er plant seine Plantage in einem Gebiet, in dem noch Regenwald existiert!
Der Wald wird platt gemacht und das Holz wird in ein ordentliches Startkapital umgewandelt. So einfach funktioniert Wirtschaft! Lassen Sie uns zusammenfassen: Viele Indonesier sind arm und haben nichts zu essen. Die deutsche Bundesregierung fördert den Import eines Nahrungsmittels aus Umweltzerstörung aus einem
14 000km entfernten Entwicklungsland, um damit deutsche Autos zu betreiben. Überspitzt könnte man sagen: Unsere Bundesregierung steckt die Brötchen der Armen in den Tank der Reichen. Auch für Palmöl ist eine Zertifizierung geplant, doch auch Palmöl kommt aus Indonesien, eines der korrup-testen Länder der Welt.
Bereits die Zertifizierung von Tropenholz funktioniert hier nur eher schlecht.
Wie lange können wir uns noch an den Armen dieser Welt bereichern und wann werden die Probleme, die wir in diesen Ländern schaffen auf uns zurückfallen? Am Klimawandel können wir gut erkennen, dass uns weit entfernte Probleme manchmal schneller einholen als angenommen.
Haben wir wirklich geglaubt, dass wir unsere Atmosphäre mit unendlich vielen Abgasen verseuchen können, ohne dass wir irgendwann dafür bezahlen müssen? Aktion – Reaktion.
Eines der einfachsten Gesetze in der Natur. Trotzdem wird dieses Gesetz immer wieder missachtet, nämlich dann wenn eigener Wohlstand und Profitgier in den Vordergrund treten, frei nach den Grundsätzen »Nach mir die Sintflut« und »Jeder ist sich selbst am nächsten«.
Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass praktisch kein ökologisches Gleichgewicht mehr auf unserem Planeten existiert und dass es in vielen Erdteilen nicht lange weiter-gehen kann.
Die Weltbevölkerung nimmt explosionsartig zu, die Meere werden überfischt, der Wald abgeholzt und die Luft verpestet. Mit dem Müll den die Menschen produzieren können wir in Zukunft die Alpen im Maßstab 1:1 nachbilden. Die Menschheit lebt über ihre Verhältnisse.
Das anhaltende Aussterben der Arten auf unserem Planeten bedeutet auf lange Sicht vor allem eines: Früher oder später sind wir an der Reihe! Ob nun eher früher oder später können wir möglicherweise noch beeinflussen. Werden wir wirklich erst dann begreifen, wenn es zu spät ist? Und was bedeutet »zu spät« eigentlich? Dass wir den Planeten zwar noch beleben können, aber nur unter luftdichten Glaskuppeln?
Dass es zwar noch Vögel und Blumen gibt, aber eben nur noch Sperlinge und Löwenzahn? Das man im Meer zwar noch schwimmen kann, aber nur mit einem Schutzanzug? Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass Prognosen für die Zukunft immer schneller und heftiger eintreten als erwartet. Was kann also jeder einzelne tun? Wenn jeder Mensch sich nur an wenige Kleinigkeiten halten würde, wäre schon viel erreicht. Z.B. kann jeder Zuhause Energie sparen, indem man Elektrogeräte die auf Stand by laufen ganz abschaltet, anstatt mit dem Auto mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, oder besser mit dem Fahrrad fährt, Wasser sparen, statt Batterien Akkus verwenden, Hausherren können sich eine ökologische Heizung einbauen lassen oder Solarenergie produzieren. Das Ziel von save my nature ist es, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit nachhaltigen Umgangs mit den Ressourcen unserer Erde zu schaffen und eine breite Öffentlichkeit zum Handeln anzuregen- zum Wohl unserer Umwelt und unserer Natur.
Maik Schaffer arbeitete sechs Jahre für Borneo Orangutan Survival (BOS) Deutschland e.V. Für BOS besuchte er die letzten Regenwälder Indonesiens. Seit dem 1. Februar 2010 arbeitet Maik für die Umweltstiftung „save my nature“
__________________________________________________
Destructive wealth
"The worst thing about the jungle is he way to it."
This sentence was burned into my thought during my three-month journey through Indonesia. I found that neither the countless leeches nor the myriads of mosquitoes were unbearable but the degree of destruction in the periphery of the rain forests, the hour-long driving through desert-like, deforested regions where timber corporations raged until all that there once was, way exploited and new areas had do be opened up. Modern machinery will not be stopped by hills or mountains.
If you got to know and love rain forests, this is a sobering experience. One must ask oneself, how long these constantly diminishing forests with their multitude of animals and plants will have a place on our planet.
I’m thinking of the unbelievable diversity of species in this region, the giant trees that are so huge, that one can seek shelter between their roots, birds that are so colourful, that we have to rub our eyes and last but not leas orang-utans, our next to kin.
It is a very special experience, to met orang-utans in the wild, one that cannot be compared to seeing one in a zoo.
You are awestruck and observe your counterpart.
This interest often can be seen in the orang-utan as well. Sometimes they will almost come down to the ground to take a closer look at the “intruder”. They are truly fascinating creatures.
About how intelligent they really are, scientists still are wondering and many humans do have no imagination of what orang-utans are able to do. Orang-utans use tools to hunt small monkeys, they whistle, paint and plan and are even able to swim!
If you look an orang-utan deep in the eyes, you soon recognize him as an equal.
I see our ancestors again and again and some of their faces you believe to have seen on the street or at the bakery.
In everything they do, they seem very considerate. Often you can see them sit thinking about the solution of a problem. Many times, the inventiveness of orang-utan has been observed.
Once, a craftsman at the Berlin zoo forgot a nail in the enclosure of male orang-utan Kajan. During day, Kajan hid the nail in his mouth, at night though he manipulated the casing and lock of the radiator. Only when the enclosure was filling with steam, this was discovered.
But other great apes are able to accomplish astounding things. For example Koko, and elderly gorilla-lady that is able to communicate via ASL. Kanzi, a Bonobo, uses a kind of primitive computer keyboard for communication.
All these examples, however, won’t prevent that humans slowly but surely eradicate their relatives. Through the destruction of the last rain forests, their basic survival needs is destroyed as well. Great apes need the forest to survive. Their doom is quite silent, without protests or demon-strations. Great Apes don’t have lawyers But who’s fault is this catastrophic development? Who obviously doesn’t care if the natives run out of drinking water in some years and the land turns into a barren ecological waste land?
“The Indonesians of course, they allow all this and take part in the destruction!” some might think – but it isn’t that easy.
Can you imagine being destitute and still having to feed a family of five?
How would you act then, if a western corporation offers you very little money to cut down trees – even if it takes your survival needs more and more? Would you let your family starve?
As long as the west does not recognize the problems in developing countries as such and as long as the ignorance of our wealthy society takes partly frightening form, nothing will change in a positive way in third world countries.
A nice example for this ignorance is German terraces. Germans care for their terraces almost as much as for their cars or lawnmowers.
“I’ll board my terrace with Bangkirai wood, it’s stable and doesn’t need to be painted”
That’s just great! But Bangkirai is no native wood, isn’t it? If you need terrace boards or garden furniture, you should find out, what wood was used and where it comes from.
The broadleaf-tree Bangkirai comes from south-east asia, mainly from Indonesia. It’s wood is extremely hard and durable. But because Bangkirai-trees grow very slowly, it can’t be grown in plantations.
Afforestation can therefore in no way repair the ecological damage done.
Here, the remand controls the supply. Does it really help in relaxing in the sun when you know, that orang-utan had to die because Bangkirai and other tropical woods on Sumatra and Borneo were cut down for terrace boardings?
Even our Federal government is a bad example in every way. In August 2005, the windows of a Federal Government Buildung got frames out of Meranti.
The wood came from Sumatra, where it was cut down illegally. There is no sustainable forestry for Meranti as well. Meranti-woods are on the mark of extinction but still this wood is used in every third window frame.
It is, however, absolutely unnecessary to use tropical woods in Germany. There is so much forestry in this country, that all demand could be covered from native wood.
By now, imitations exist that have a higher durability than the human body.
Sadly, it seems as if the bigger part of the western upper class cares little to nothing about ecological backgrounds. They just buy, eat and build what they like – regardless of the consequences.
US supermodel Naomi Cambell for example wants to build a luxury hotel with the tell-tale name “Hotel of Billionaires” at a Kenyan beach, because she likes it so very much. Yet she doesn’t care about the sea turtles that lay their eggs on that beach.
Stars like Madonna or Elton John performed on Al Gore’s benefit spectacle “Live Earth” against climate change. To this event, however, they travelled with their private jet.
Does that make sense to you?
The bigotry of some prominent people seems to be without limits.
“Greenwashing” is the clue. It is very convenient to get a “green” publicity and ride the eco-wave.
This way, the customer develops sympathy for a product or a person and sales rise. Often, this or that corporation advertises with self-made eco-seals.
In theory, certificates are a good thing. They are necessary everywhere, where the industry becomes independent and uses partly illegal business practices.
In 1990 for example, a seal for tropical wood was introduced to stop the trade with illegally cut wood.
This FSC seal (Forest Stewardship Council) is strongly discussed about by now, because a correct certification is hardly possible in very poor countries, where corruption happens on a daily basis. Furthermore, there are ways to make legit wood out of illegally cut tropical wood. Certification however only makes sense, when there is a superior controlling instance.
Self-design seals are worthless for the customer. Have you ever heard of palm-oil? This plant-oil is grown in developing countries to export it e.g. to Germany on a grand scale.
It is used in nearly every household product by now and is even burned for electricity.
Federal environment minister Gabriel would have liked to see, that German cars were powered by this oil. What is the problem?
Palm-oil is very inefficient, only very little oil is gained from one palm-tree. Therefore, plantations with gigantic measurements are built; some are as big as Singapore.
As there are many destroyed areas in Indonesia, nothing is to say against these plantations. But what do clever plantation-owners do? They plan their plantations in regions, where there is still rain forest!
The forest is cut down, the wood is sold and money is made. Business works that easily.
To sum it up:
Many Indonesians are poor and do not have food. German Federal Government boosts the import of a esculent from a developing country 14.000km away to power German cars. To exaggerate one could say: Our Federal Government puts the bread of the poor into the gas tanks of the rich.
There is a certification planed for palm-oil, as well. But palm-oil, too, comes from Indonesia, one of the world’s most corrupt nations, where the certification of tropical wood hardly worked.
How long can be enrich ourselves on the world’s poorest and when will the problems we create in this countries come back to us?
We can see on the example of climate change that problems far away catch up with us faster than we thought.
Did we really believe that we can pollute the atmosphere without having to pay for it one day? Action – Reaction. One of the basic laws of nature.
But still this law is neglected if personal wealth and profit are of more importance.
One needn’t be a prophet to acknowledge that there is no more ecological balance on our planet and that things can’t go on as they do in many parts of the earth.
World population grows by an explosive rate, the oceans are overfished, the forests cut down and the air is polluted.
With the waste, humans produce, we can build the Alps. Humankind lives beyond their own means.
The ongoing extinction of species means especially one thing in the long run: Sooner or later it’s our turn!
We may be able to influence if it’s sooner or later though. Will we really only understand when it is too late? And what does “too late” mean?
That we are able to live on this planet but only under airtight glass domes?
That there are still Birds and Flowers but only sparrows and dandelions?
The past showed us that assumptions made for the future always happened faster and more violently than expected.
So what can every single one of us do? If every human would just care about little things, much would be accomplished. Everyone, for example, can save energy at home by switching of electrical devices that are on stand by. Or you can ride with public transportation or even better bicycle than with your car. Save water, use rechargable batteries. If you own a house, install an ecological heating or produce solar energy.
The goal of save my nature is to create a consciousness for the need of a sustainable use of our earth’s resources and to encourage the broad public to act to the well-being of our environment and nature.
Maik Schaffer worked six years for Borneo Orangutan Survival (BOS) Deutschland e.V.
For BOS he travelled to the last rain forests of Indonesia.
Since February 1st 2010, Maik works for the environment foundation “save my nature”
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